HTC Sensation Bootloop fixed (Stock ROM)

Mein in die Tage gekommenes HTC Sensation konnte sich seit einigen Tagen nicht mehr in Mobilfunknetze einbuchen. Um Probleme mit Cyanogenemod auszuschließen, habe ich ein original RUU geflasht und hatte damit auch kein custom Recovery mehr.
Bald darauf steckte es in einer endlosen Bootloop. Den Akku für einige Zeit zu entnehmen hat nicht geholfen. Nach etwas Recherche stellte sich heraus, dass es unmöglich sei, diese Bootloop zu beenden. Wobei unklar ist, ob es sich dabei um ein Hardware- oder um ein Software-Problem handelt.

Da das Smartphone also sowieso schon als defekt anzusehen war, konnte ich es auf den Versuch ankommen lassen, das das Mainboard des Smartphones zu backen, um eventuell defekte Lötstellen zu reparieren… ganz nach dem Vorbild „Grafikkarte backen“.
Dazu wird das Smartphone entsprechend der Anleitung von iFixit bis zu dem Punkt zerlegt an dem man das Mainboard entnehmen kann (Step 11).

HTC Sensation zerlegt
HTC Sensation zerlegt

Zusätzlich sollten dringend die Kameras vom Mainboard entfernt werden. Die Hauptkamera kann entnommen werden, wenn man auf der Rückseite des Mainboards das silberne Klebeband entfernt, den Steckkontakt vom Flachbandkabel entriegelt und das Kameramodul entnimmt.
Wie oder ob die Front-Kamera ausgebaut werden kann, weiß ich leider nicht. Ich habe die beiden Kameras leider nicht entfernt, sie haben beide den Backvorgang  nicht überstanden und liefern nun keine brauchbaren Bilder mehr.  Man erkennt nur noch verschieden helle Bereiche auf Fotos. 🙁
Auch der Vibrationsmotor hat die Hitze nicht ganz unbeschadet überstanden. Er vibriert zwar noch, aber deutlich heftiger und lauter, als zuvor.

Wenn das Mainboard also ausgebaut und die Kameras entnommen sind, wird es auf Backpapier in den Elektroherd auf das Gitterrost gelegt. In diversen Anleitungen zum Backen von Grafikkarten ließt man auch Werte von 10 Minuten bei 200°C oder auch 30 Minuten bei 100°C. Ich habe das Board für ca. 25 Minuten bei ca. 150°C Ober-/Unter-Hitze im Backofen gelassen.
Aufgrund der oben beschriebenen Beschädigung des Vibrationsmotors (und der Kameras, falls nicht ausgebaut) würde ich empfehlen den Backofen nur auf 100-120°C  einzustellen. Wenn das die Bootloop, etc.  nicht behebt kann man noch einen zweiten Versuch mit höherer Temperatur starten.
Durch die hohe Temperatur werden die Lötstellen auf der Platine wieder weich, so dass sich eventuell gebrochene Lötstellen wieder verbinden.
Der Herd sollte nicht vorgeheizt werden, damit die Platine sich langsam erhitzen kann und keine zu großen Spannungen durch den Temperaturunterschied entstehen. Nach dem Abschalten des Herdes, soll die Platine auch wieder langsam abkühlen.

HTC Sensation Mainboard im Backofen
HTC Sensation Mainboard im Backofen

Wichtig:
Während des Backens sollte der Raum gut belüftet werden, da eventuell giftige Dämpfe entstehen könnten.
Der Backofen ist anschließend gründlich zu reinigen!

Nach dem Zusammenbau bootete mein HTC Sensation wieder problemlos und hatte auch wieder Empfang! Bootloop fixed!

Ich kann keine Garantie darauf geben, dass das auch bei euch funktioniert. Wenn Ihr aber alle anderen Möglichkeiten durch habt, ist das Backen des Mainboards vielleicht einen letzten Versuch wert.

Ich kann keine Haftung für dadurch entstandene Schäden übernehmen. Alles auf eigene Gefahr! Dass die Garantie auf euer Sensation durch diese Vorgang erlischt sollte auch jedem klar sein, allerdings dürfte es heute eh kaum noch HTC Sensations geben, welche sich noch im Garantiezeitraum befinden.

Ich würde mich über etwas Resonanz freuen, wenn noch jemand mit dieser Methode Erfolg hat.
Viel Glück!

UPDATE (30.04.2014):
Bis jetzt funktioniert das Sensation immer noch.

UPDATE (01.03.2015):
Die Bootloop ist nun wieder aufgetreten, konnte aber durch erneutes Backen wieder repariert werden.
Langsam aber sicher hat das Sensation wohl doch ausgedient.

Arduino basiertes Batterie Analysegerät – „ABA“

Immer wieder stellt sich mir die Frage nach der tatsächlichen Leistungsfähigkeit von Batterien und Akkus. Dabei ist es sehr schwierig verlässliche und vergleichbare Informationen zu finden.
Wie viel leisten Handy- oder Notebook-Akkus von Drittherstellern wirklich? Wie sehr leiden Akkuzellen unter vielen Ladezyklen? Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen High Energy oder Longlife Alkalinebatterien?

Diesen und weiteren Fragen möchte ich auf den Grund gehen. Die Idee zum Arduino Battery Analyser
Dazu habe ich basierend auf einem Arduino Uno ein Messgerät gebaut, der Arduino Battery Analyser, kurz „ABA“. Der ABA ist in der lage beliebige Batterien oder Akkus mit konstantem Strom zu entladen und dabei Spannung und Zeit zu protokollieren. Am Ende einer Messung erhalte ich also die Kapazität der Zelle in Ah, die elektrische Energie in Wh  sowie den Spannungsverlauf beim Entladen der Zelle, also die Entladekurve.

Arduino based battery analyser
Arduino based battery analyser

Die Genauigkeit von meinem Messgerät ist sehr hoch. Ich habe die Messergebnisse von meinem Eigenbau mit denen vom  MH-C9000 verglichen und erreiche eine eine Abweichung von weniger als 2,5%. Durch Reihenschaltung mehrerer AAA Zellen konnte ich auch die Genauigkeit bei höheren Spannungen überprüfen.

Ich werde hier in nächster Zeit einige Messergebnisse veröffentlichen. Im Augenblick suche ich noch nach einer Möglichkeit die Diagramme zur Veröffentlichung im Web aufzubereiten.

Update: 14.01.2015
Ich veröffentliche hier die vorläufigen Infos zum nachbauen des ABA. Platinenlayout und Code werde ich zu einem späteren Zeitpunkt auch noch einmal in überarbeiteter Form veröffentlichen.
– Der Schaltplan ist schon final.
– Das Platinenlayout für eine Lochrasterplatine ist eher als Vorschlag zum Layout zu sehen.
– Der Sourcecode, den ich jetzt veröffentlichen möchte, läuft stabil, die Messungen hier im Blog wurden mit dieser Version durchgeführt. Allerdings bedarf es noch einiger Optimierung und Vereinheitlichung im Code.

Download der Ressourcen zum Nachbau des ABA:
ABA_v_RC8_1_ressources

Ebayshop für Thinkpads aktiv

Seit September 2013 verkaufe ich gebrauchte, aufgerüstete Thinkpads, überwiegend T61er via Kleinunternehmen. Da mir das Ganze sehr viel Freude bereitet und ich schon seit längerem mal welche über Ebay verkaufen wollte, habe ich vorhin einen kommerziellen Shop eingerichtet.

Nun heißt es auf den Bestätigungsbrief warten.

Ich bin sehr gespannt, wie die ersten Verkäufe laufen.
Update: Shop ist online. Erstes Thinkpad reingestellt:
T61 mit SSD

Taschenlampenmod

Ich bin ein großer Fan von China-Taschenlampen, welche mit Lithium-Akkus arbeiten. Beim zweiten Versuch fand ich auch ein zufriedenstellendes Modell für den täglichen Gebrauch:

dx.com – Ultrafire SH98

Sie funktioniert mit einer 18650-Zelle (zu finden in Laptop-Akkus). Der T6-Emitter bietet eine ordentliche Leistung. Datenblatt

Was mich bei diesen Taschelampen nur immer stört, sind diese seltsamen Modi, vor allem wenn bei jedem Einschalten ein anderer Modus aktiv ist. Mit diesem Gerät hat man eine 33%-ige Chance, dass man den Strobe-Modus erwischt, also nicht gerade angenehm.

Nach einigen Nachforschungen und einen geglücktem Versuch den Controller zu überbrücken – mir war bis zuletzt nicht ganz klar welcher Pin nun wirklich wofür zuständig ist – war es mir möglich die LED nun auf ca. 80% Leistung ohne die Modes im Dauerbetrieb zu nutzen.

taschenlampen_mod

Der Controller für die Modes heißt „CX2829“ und ich habe die im Bild markierten Pins gebrückt. Ich gehe davon aus, dass das mit anderen Taschenlampen-Boards auch funktioniert.

Willkommen auf unserem Technik Blog

Matthias und ich (Christopher) sind in der IT-Branche tätig und beschäftigen uns auch in unserer Freizeit mit IT und anderer Technik.

Da wir auch immer wieder froh sind, wenn wir bei Recherchen hilfreiche Infos auf diversen Blogs finden, wollen wir hier einige unserer gewonnen Erkenntnisse und Erfahrungen mit euch teilen.

Wir hoffen in Zukunft einige nützliche Beiträge veröffentlichen zu können.

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