Lightroom 9 auf Windows 8.1 installieren

Ich möchte hier zeigen wie man das neu Lightroom Classic 9.0 unter Windows 8.1 nutzen kann.

Während Adobe mit dem Wort „Creative“ in vielen Produktbezeichnungen wirbt und damit kreative Personen ansprechen möchte behindert mich Adobe in meiner Kreativität. Denn offiziell lassen sich aktuelle Versionen von Adobe Lightroom nicht auf Windows 8.1 installieren – Windows 7 und Windows 10 in der neuesten Fassung hingegen werden von Adobe unterstützt. Also wurde ich auch mal ein wenig kreativ…

Meine Vermutung hat sich bestätigt: Es gibt keinen technischen Grund, wieso das Setup von Lightroom9.0 unter Windows 8.1 den Dienst verweigert.
Die Lösung: Ich baue mir in einem unterstützen Betriebssystem ein eigenes Setup, das dann auch unter Windows 8.1 funktioniert.

Das Vorgehen

Zuerst wird die Installation von Lightroom mit dem Tool „Advanced Installer“ unter Windows 10 aufgezeichnet. Das Tool analysiert den Zustand vor und nach der Installation einer Software. Die Unterschiede zwischen den beiden Systemzuständen wird in ein neues Setup gepackt.

Was wird benötigt?

  • Vorübergehend Zugriff auf einen PC oder eine virtuelle Maschine mit Windows 10
  • Creative Cloud Setup von der Adobe Website
  • Lightroom Classic Setup von der Adobe Website
  • Advanced Installer (kostenlose Testversion)
    Download von https://www.advancedinstaller.com/download.html

Hinweis: Selbes Vorgehen wie in der Vorgängerversion

17.11.2019: Dieses Tutorial wurde auf Basis von Lightroom 8.4.1 geschrieben, das Vorgehen beim neuen Lightroom 9.0 ist aber identisch, daher daher wird im weiteren Text von Lightroom 8.4.1 gesprochen und auch die Screenshots stammen aus dieser Version.

System vorbereiten

  • Advanced Installer in einer virtuellen Maschine oder auf einem anderen PC mit Windows 10 installieren
  • Die Creative Cloud Anwendung von Adobe installieren und mit dem eigenen Adobe-Konto anmelden
    Dieser Schritt ist notwendig, um später beim Aufzeichnen der Lightroom-Installation nicht nach der Anmeldung am Adobe-Konto gefragt zu werden
  • Windows Defender abschalten
    Notwendig, damit der Defender nicht ins Setup eingreift. Später wieder aktivieren!

Installation von Lightroom aufzeichnen

  • Advanced Installer öffnen
  • New > Convert > Repackage Installation
  • Heruntergeladenes Lightroom-Setup auswählen
  • „Start Local“ auswählen
  • Dateinamen für das Projekt angeben, z.B.: „Adobe Lightroom 8.4.1“
  • Alle vorgeschlagenen Aktionen im nächsten Dialog auswählen und auf „Fix“ klicken. Es werden so viele der eventuell störenden Prozesse gestoppt, wie möglich.
  • Klicke auf „Ignore“ um die verbleibenden Prozesse zu ignorieren
  • Es erfolgt das Setup von Lightroom
  • Sobald Lightroom installiert ist, muss dieses sofort beendet werden, ohne weitere Einstellungen vorzunehmen
  • Anschließend die Meldung vom Advanced Installer bestätigen um die Aufzeichnung der Systemänderungen abzuschließen

Setup anpassen

  • Im Advanced Installer können nun im Tab Information Paketname und Version angepasst werden
  • Anschließend werden im Tab Files and Folders nur die Ordner ausgewählt, die Nutzerunabhängig sind und unmittelbar mit Adobe Lightroom zu tun haben.
    Dies sind:
    CommonAppDataFolder > Adobe
    CommonFilesFolder > Adobe
    ProgramFiles64Folder > Adobe
  • Analog dazu werden im Tab Registry nur Nutzerunabhängige Einstellungen, also aus dem Baum „HKEY_LOCAL_MACHINE“, übernommen. Auch hier werden lediglich die Einstellungen ausgewählt, die direkt mit Lightroom in Verbindung zu bringen sind (siehe Screenshot).

Setup erstellen

  • Ein Klick auf Build im Menüband startet das Erstellen des eigenen Lightroom-Setups. Dabei ist darauf zu achten, dass links davon „MSI Package“ ausgewählt ist.
  • Anschließend findet sich im Projektverzeichnis im Verzeichnis BUILDS das ca. 1 GB große Setup für Lightroom, das nun auch unter Windows 8.1 funktionieren wird. Der exakte Pfad, wo das fertige Setup zu finden ist, ist abhängig davon, wie man anfangs das Projekt benannt hat.

Installation unter Windows 8.1

  • Die neue Setup-Datei auf den Windows 8.1 PC kopieren (z.B. über einen USB-Stick).
  • Setup wie gewohnt ausführen.
  • Nach erfolgten Setup kann Lightroom gestartet werden und fragt nach der Anmeldung mit einem Adobe-Konto.

PV Anlage in Betrieb

Mittlerweile ist es schon einige Zeit her seit die PV-Anlage läuft und brav den Akku lädt, der dann über Nacht mein Wohnzimmer und die Werkstatt mit Strom versorgt. Auch am Tag kann ich den überschüssigen Strom (Inselanlage) gut nutzen um damit ein Klimagerät zu versorgen falls es in der Wohnung zu warm wird.
Mit ca. 4.5 KW/h Kapazität reicht der Akku bisher auch nicht für mehr als die beiden Räume. Meistens schaltet er ab wenn ich gerade ins Bett gehen möchte.

Zum Aufbau der ganzen Geschichte:
6 Panels á 320 Watt Peak ergeben eine maximale Leistung von 1.920W.
Die Panels liegen auf dem Erker, der nach Süden ausgerichtet und mit ca. 5-10° eher flach ist.
Nach vielem hin- und her grübeln habe ich mich dazu entschlossen sie flach auf dem Dach zu befestigen. Der Zugewinn beim steiler stellen ist wenn man die höheren Kosten der Halterungen mit einbezieht zu vernachlässigen.
Dazu ist anzumerken, dass die Spitzenleistung bereits Mitte Mai kurz erreicht werden konnte.
Vom Dach geht es in den Laderegler von MPPT 150/35 von Victron Energy. Ein sehr durchdachtes Gerät was ich mittels Bluetooth-Adapter auslese und konfiguriere.

Der Akku auf 48V-Basis besteht aus einem Block gebrauchter Li-Ion-Zellen in der Zusammenstellung 28P/14S, also 392 Zellen. Die Lithium-Zellen alleine wurden recht warm bei größerer Leistungsabnahme. Daher habe ich spontan 4 günstige Blei-Säure Batterien aus dem KFZ-Bereich parallel geschalten.
Der Mischbetrieb stellte sich bis auf die auf 57,6V reduzierte Ladeschlussspannung als unproblematisch dar.
Als Inverter kam anfangs auch ein kleinerer von Victron zum Einsatz. Dieser war jedoch ein wenig zu schwach und ich kam auf eine sehr günstige Alternative.
Eine APC Smart UPS 3000 XL. Diese ist auf 48V ausgelegt und schnurrt ohne Probleme mit dem bisherigen System.
Dadurch komme ich auf ca. 2400W Maximallast was für den aktuellen Bedarf ausreicht.
Der einzige Nachteil ist, dass ich sie morgens wieder einschalten muss, da der Hersteller einen dauerhaften Betrieb nur mit Batterie offenbar nicht vorgesehen hat. Dies sollte aber sobald ich mehr Kapazität habe als ich brauchen werde kein Problem mehr sein.

Aufbau einer kleinen PV-Anlage mit Li-Io Akku

zum Wegwerfen zu schade

Da ich aufgrund meines Nebenberufes häufig alte Laptopakkus übrig habe, habe ich schon vor ein paar Jahren überlegt was man damit noch so machen kann statt sie einfach nur zu entsorgen.

Zuerst war die Frage, ob es irgendwie möglich ist einen vom Laptop als unbrauchbar erkannten Akku wieder zum Laufen zu bringen. Ja, es ist möglich. Nein, der Aufwand um Austausch-Zellen da wieder rein zu bekommen oder ein Gerät zu entwickeln, was mit dem Akku kommuniziert und so ggf. defekte Zellen wiederzubeleben lohnt sich nicht.

Mittlerweile bekommt man kaum gebrauchte Akkus für die Modelle, die gerade als Leasingrückläufer unterwegs sind für ca. 15,- €, aber auch da ist nach dem Rekalibrieren natürlich ein gewisser Ausschuss vorhanden.

das Sammeln beginnt

Irgendwann bekam ich ein paarTaschenlampen aus China, welche mit 18650ern betrieben werden in die Finger. Und da ging es los mit Akkus schlachten, Zellen testen und dem Aussortieren.

Anfangs noch mit wenig Ahnung und Ausstattung habe ich mittlerweile eine kleine Recycling-Station am Laufen.

Das Recyclingboard bei der Arbeit.

der erste Akku

Ein gleichmäßiger Nachschub an Akkus war also vorhanden und es wurden weit mehr als ich für Powerbank, Taschenlampen, Schrankbeleuchtung und andere Kleinigkeiten benötigte. Irgendwann kam die Idee dem Fahrrad einen E-Motor zu spendieren und den Akku dazu selbst zu bauen. Gesagt, getan und mittlerweile verrichtet der 40-Zeller brav seinen Dienst.

Im Winter kommt er leider nicht so oft raus.

nächster Schritt: PV-Anlage

Nachdem sich immer mehr 18650er von den üblichen Herstellern ansammelten wurde wieder überlegt was man noch damit anstellen könnte. Ein KFZ wäre interessant, wurde aber wieder verworfen. Schließlich will das Fahrrad ja auch benutzt werden. Im Internet wurde ich auf sogenannte Powerwalls aufmerksam. Pufferakkus von Hobbybastlern, die an Photovoltaik oder anderen Energiequellen hängen und einige Verbraucher damit speisen.

Ein Bekannter hatte ebenfalls davon gehört und machte sich sogleich ans Werk. Seine Kleinanlage läuft mittlerweile einwandfrei. Bei mir fehlt hier und da noch ein bisschen Material. Die PV-Module – 6x LG, 320Wp – stehen schon bereit, werden aber aufgrund der Witterung nicht so schnell aufs Dach kommen. Alles Andere ist bereits in Vorbereitung. Der Akku mit 392 Zellen und einer geschätzten Kapazität von 2,9kWh sollte bald fertig werden. Auch die Verkabelung in der Wohnung kommt voran.

Ich werde in den kommenden Wochen vom weiteren Fortschritt berichten.

Libre Computer – Eine Raspberry-Alternative

Nachdem ich seit zwei Jahren meine Home-Automation mit OpenHAB auf einem Raspberry 2 betreibe suchte ich nach einer leistungsstärkeren Alternative. Der Raspberry 3 wäre natürlich ein Stück schneller, aber geht da nicht noch mehr?
Nach etwas Recherche bin ich auf das Kickstarter-Projekt „Libre Computer“ gestoßen. Der Libre Computer punktete bei mir aufgrund des schnellen Prozessors, bis zu 2GB RAM und keine (für mich) unnötigen Features wie WLAN oder Bluetooth. Weiter ist die Ethernet-Schnittstelle im Gegensatz zum Raspberry unabhängig vom USB-Bus. Der Libre Computer, auch „Le Potato“ genannt, kann mit Linux oder Android betrieben werden. Die OS-Images sind noch nicht in finalen Versionen verfügbar, es gibt aber schon Preview Releases.

Technische Daten

CPU: Amlogic S905X SoC (4x ARM Cortex-A53 2GHz)
RAM: 1GB / 2GB
Netzwerk: 100 MBit/s Ethernet
USB: 4x USB 2.0
Grafik: Mali-450 (HDMI 2.0)
Massenspeicher: Micro-SD-Slot & eMMC-Connector

Weitere Schnittstellen:
3,5 mm Klinke
S/PDIF (Pinheader)
40 GPIO Pins
IR Receiver

Ausführlichere Infos und Daten zum Board gibt es bei www.board-db.org.

Wo bekommt man den Libre Computer?

Inzwischen ist die Kickstarter-Kampagne erfolgreich abgeschlossen und die Boards mit der Modellbezeichnung AML-S905X-CC werden ausgeliefert.
Der reguläre Verkauf des Libre Computer erfolgt auf loverpi.com. Das Board mit 2GB RAM und ohne Kühlkörper kostet hier derzeit 45,00$ + Versandkosten.
Die Lieferung nach Deutschland dauerte in meinem Fall gut fünf Wochen, so habe ich mein Exemplar am 30.11.2017 gut verpackt erhalten.
Inzwischen ist der Libre Computer auch auf Amazon.com erhältlich.

Getting started

Im Wiki von loverpi.com entsteht derzeit eine Sammlung zu interessanten Links rund um den Le Potato.
Dort findet man auch den Link zum Download der Ubuntu-  und Debian- Images bei armbian.com.

Mein Board lässt sich problemlos mit der aktuell angebotenen Version vom Armbian Debian Stretch booten.
Die Installation und Einrichtung von OpenHAB steht nun als Nächstes an.

Maroc-Voyage: 19.09.2016 – Ankunft am Ausgangspunkt der Reise

Am Montag sind wir in den frühen Morgenstunden wieder am Ausgangspunkt unserer Reise angekommen.
Rückblickend lässt sich sagen, dass alles gut gelaufen ist. Die kleinen technischen Probleme ließen sich relativ leicht lösen, so dass wir uns in den drei Wochen auf das Offroad-Abenteuer und das Entdecken faszinierender Orte konzentrieren konnten. Täglich haben wir Eindrücke von der marokkanischen Kultur und vom Leben der Menschen dort gewonnen. Vieles bringt einen auch zum Nachdenken.

Es war wahrscheinlich nicht unsere letzte Reise nach Marokko…

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Maroc-Voyage: 13.09.2016 – Speicherburg „Agadir Tasguent“

Wir hatten die sehr exklusive Möglichkeit die Speicherburg „Agadir Tasguent“ zu besichtigen. Die Agadir Tasguent ist eine ca. 1000 Jahre alte, burgähnliche Anlage mit privaten Vorratsräumen in denen die Familien aus der Umgebung ihre Vorräte sicher verwahren können. Die Anlage wird heute noch genutzt und befindet sich ein einem recht guten Zustand.  Die die einzelnen Lagerräume sind sehr abenteuerlich über Steinplatten, welche aus den Wänden ragen, zu erreichen.

 

Maroc-Voyage: 12.09.2016 – Tafraoute

In den letzten Tagen haben uns eine Reifenpanne und Probleme mit der Motorkühlung viel Zeit und Nerven gekostet.
Während die Reifenpanne schnell zu beheben war, hat uns die Suche nach der Ursache für die zeitweise schwächelnde Motorkühlung mehrere Abende beschäftigt. Leider war daher keine Zeit zum Schreiben der Reiseberichte übrig. Heute Abend haben wir die Ursache gefunden. Das Thermostat welches den Durchfluss durch den großen Kühlkreislauf regelt hat sporadisch geklemmt. Wir haben das Thermostat nun einfach ausgebaut, da es nur bei kalten Außentemperaturen wirklich relevant ist.
Inzwischen sind wir in Tafraoute angekommen. Der Weg dorthin führte uns über lange Schotterpisten, ausgetrocknete Seen, vorbei an Oasen bis zur Atlantikküste und über Gebrigspässe des Anti-Atlas. Wir konnten auch die verlassene, aus Lehm erbaute Altstadt von lcht besichtigen – ein Stück Mittelalter.

 

Maroc-Voyage: 07.09.2016 – Zagora

Gestern führte uns unser Weg hauptsächlich über endlose Schotterpisten in die Oasenstadt Zagora. Der steinige Untergrund und das stundenlange Gerüttel war eine kleine Materialschlach. Unter anderem wurde bei einem Fahrzeug ein Reifen beschädigt, das Ersatzrad war aber schnell montiert. Bei uns ist eine Schweißnaht am Auspuff gerissen. Der Sound mit dem defekten Auspuff war aber gar nicht so übel! 🙂
Das alles war aber nur halb so schlimm, da wir heute in der Off-Road-Werkstatt „Garage Iriki Zagora“ unsere Fahrzeuge durchchecken lassen konnten und auch sofort notwendige Reparaturen durchgeführt wurden. Die Jungs dort sind super drauf und haben für jedes Problem schnell eine Lösung parat.

Ansonsten haben wir heute einen Ruhetag in Zagora verbracht.
Morgen starten wir wieder in Richtung Sandwüste, wo wir auch unser nächstes Wüstencamp aufschlagen werden.